Monat: Oktober 2015

Pleurasonographie

Wie vielleicht bereits bekannt ist, kann die Sonographie auch zur Detektion eines Pneumothorax verwendet werden. Sie beruht großteils auf der Interpretation von Artefakten. In vielen Studien hat sich herausgestellt, dass der Lungenultraschall in der Detektion eines Pneumothorax sensitiver als das anterior-posterior Thoraxröntgen beim liegenden Patienten ist. Hier ein kurzer Überblick: Schallkopf: sowohl ein linearer Hochfrequenz Schallkopf als auch ein Schallkopf mit niedrigerer Frequenz (wie beim FAST-Scan – erspart somit den Tausch des Schallkopfes) Schallkopfposition:  am liegenden Patienten longitudinal zwischen dem 3. oder 4. ICR der Medioklavikularlinie und zwischen 3. bis 5. ICR der anterioren Axillarlinie Zeichen eines Pneumothorax: 1. Fehlendes Lungengleiten Beim Lungengleiten handelt es sich um eine atemsynchrone Bewegung der Lunge gegen die Thoraxwand. Lungengleiten kann auf drei verschiedenen Arten nachgewiesen werden: Im B-Mode:  hier wird die Tiefe möglichst gering gestellt um eine gute Auflösung zu erhalten. Danach wird der Interkostalraum eingestellt und die Pleuralinie und somit das Lungengleiten visualisiert. Im M-Mode:  ein Strahl wird durch das subkutane Gewebe, die Interkostalmuskulatur, Pleura und Lunge gelegt. Bei normalen Verhältnissen entsteht unterhalb der Pleuralinie ein granuliertes Muster, während im Bereich der …